News Liquid Force Kite 2012

Hier mein Review von den 2012 Liquid Force Produkten:

Nirvana 2012


Fliege den Nirvana nun seit August  und kann folgendes Review bringen:

 

Meine eigenen Hauptkites Historie an Vergleich:

2008: Vegas 2008 14 und 10 /Flysurfer Speed2 / Airush Generator 15,5

2009: Primadonna 2 7-9-11-13-15

2010: Hifi comp 2010 und 2009 7-9-11-13 /Flysurfer Speed3

2011: Hifi Comp 2011 7-9-11-13 Envy 2011 9m

2011/12: Nirvana 2012 7-9-11-13 Envy 2012 9m

 

Von mir Getestete Kites: Fuel, RPM, Thunderbird, Switch Combat, Div. Vegas, Mutiny, Takoons uvm.

 

Hardspecs:

Er hat wieder eine Centerstrut und ist etwas gedrungener geschnitten als sein Vorgänger. Auch gibt es wieder 3 Möglichkeiten für die Frontlines (Freestyle, Mittelposition und Wakestyle) wie beim Hifi bis 2010. Die Qualität und Verarbeitung ist unverändert Top. Verstärkungen in der Fronttube, Aussen Bumpers und Cordura, auch an Dacron wurde nicht gespart und überall dort eingesetzt, wo es Sinn macht.

 

Die Bar hat sich zu 2011 kaum verändert. Die EVA Floater sind nun mit dem Holm vergossen und der Holm selbst hat eine griffigere, asymmetrische Form bekommen. Der Grip ist weicher und dünner als 2011, jedoch sehr haltbar, nicht so wie in 2010. Ich habe meine Bar mit einem Mutiny Swivvel ausgerüstet und habe nun ein voll ausdrehendes und sehr aufgeräumtes System.

 

Softspecs:

Der Nirvana geht deutlich später los als der Vorgänger Hifi Comp 2011. Gerade in den großen Größen 13 und 11 deutlich zu merken, aber auch beim 9 und 7er.

Der Lift setzt aggressiv ein. Man muss sich auf den Schirm einstellen und die Technik/Timing beherrschen, um hoch raus zu kommen. Hangtime ist immer noch gut aber etwas schlechter geworden im Vergleich zum Vorgänger Hifi comp 2011, reißt aber gewaltiger an.

Depower ist abslout ausreichend und massig vorhanden. Trotzdem ist er sehr direkt geblieben, auch dank der Tiplatten.

 

Was der Nirvana gar nicht mag, ist löchriger Wind, bzw. die Löcher. Da wird es zum Krampf am Low End. Der Kite schießt dann andauernd vor an WFR und fällt dann zurück. Höhelaufen wird so ein Kampf, gerade als schwerer Rider. Besser geht es, wenn man ihn dann auf Wakestyle anknüpft, was ihn von Anfang an tiefer im Windfenster stehen lässt und man mehr Ruhe hat.

Hifi/Nirvana typisch sind zunehmende Lenk und Haltekräfte im Lowend.  Beim Nirvana ist es im Vergleich zum Hifi besser geworden. Die Halte und Lenkkräfte nehmen bei zunehmendem Wind wieder ab. Trotzdem hat der Nirvana im Vergleich z.B. zum Vegas deutlich mehr Barrückmeldung.

 

Allgemein ist der Schirm etwas träger geworden. Mitgelieferte Bars sind bei  7 und 9 und 11 45cm, bei 13 50cm und bei 15 55cm. Ich persönlich fahre 7 mit 45, 9 und 11 mit 50 und 13 mit 55. Ist mir angenehmer auch zum Loopen. Wer sich fast nur aushakt, kann alle gut mit 45/50 fliegen wie ausgeliefert.

 

Kiteloops machen mit dem 7er am meisten Spaß. 9er geht noch gut, mit dem 11 oder 13er nur noch mit großer Bar als Landeloop oder Transition. Der 7 und 9er ist in jeder Position des Loops sehr gut spürbar. Der Loop Kraftvoll mit gut Riss, besonders wenn man gut angeblasen ist. Um den 9er häufig zum Loopen zu verwenden, würde ich die 50er Bar empfehlen, nicht wie ausgeliefert die 45er. Der Kite steigt nach dem Loop willig auf um aufgefangen zu werden.

 

Unhooked:

Unhooked ist der Nirvana ne Macht. So ein Anriss und Slack hatte ich sonst bei keinem anderen Kite. Echt krass, wie der Dich wegballert und man danach in den Slack fällt. Ich bin nun aber nicht der Unhhook Profi. Ich mag schöne gepowerte Raleys mit tiefem Kite.  Am besten lässt sich das für mich mit dem Nirvana realisieren mit Boots und ordentlich Bums in der Tüte. Aber auch mit Schlaufen kommt man mit der richtigen Boardwahl sehr gut weg.

Was der Nirvana beim Aushaken nicht allzusehr mag, ist ihm vor dem Aushaken weit ab zu fallen, was ich bei einigen Kitern manchmal beobachte. Das quittiert er mit einem deutlichen zurückfallen ins WFR und Druckverlust. Kurzes, leichtes abfallen, schnelles aushaken und sofort ankanten bringt die besten Ergebnisse meiner Meinung nach.

Relaunch ist gut. Durch die 5te lässt er sich gut zur Seite ziehen um einen WFR Start zu machen. Das breite Tip fängt auch dank der Tiplatte gut Wind. Auf die Safetyleine würde ich einen Stopper montieren, um zu verhindern, daß nach Auslösung die Bar bis zum Kite rutscht. Stopper findest Du in meinem Shop.

 

Allgemein ist beim Nirvana der Einsatz der Boardkante wieder wichtiger geworden als beim 2011er Hifi Comp, welcher mehr auf Freeride und Easy Handling ausgelegt war. Vom Schnitt, Handling und Charakteristik würde ich in näher am Hifi 2010 einordnen als am 2011er Hifi, aber noch knackiger.

 

Leider gibt es beim 2012 Nirvana auch einige Punkte, die sich negativ auswirken:

 

Das Bag: Die Bags sind super verarbeitet und könnten auch vom Tragekomfort als Wanderrucksäcke durch gehen. Es gibt eine Menge Möglichkeiten, Sachen daran zu transportieren, man kann mehrere Rucksäcke zusammen machen.

ABER: Da der Nirvana Tiplatten bekommen hat, ist das Bag nicht lang genug, um den Nirvana mit Latten zu verstauen.  Das Heißt, daß man die Tiplatten entfernen muss nach jedem Kiten. Für mich ein nicht nachvollziehbarer Zustand.  Auch die Tiplatten sind aus 2 Teilen und haben kein Ausziehband. Man muss die Tiplatten echt aus den Taschen am Kite fummeln. Zusammen legen geht gerade noch, wenn man eine Hälfte der Tiplatte auszieht. Trotzdem nicht optimal, da auch das Material am Kite dadurch ermüdet. Ich habe mir hierfür oben ans Bag ncoh einen Sack angenäht, den ich zu ziehen kann und der das Bag um die Länge erweitert, die der einfach zusammengelegte Kite mit Tiplatten benötigt.

Weiterer Negativpunkt ist die Bartasche am Bag. Diese wurde von 2011 übernommen. Die 2012er hat aber größere Winder und passt nun nicht mehr rein. Die Bar kann man deshalb nur mit den Gurtbändern fixieren.

Hier an LF: Bitte besser machen!

 

Wünsche für 2013: Besseres Lowend, angepasste Taschen, selbstausdrehender Swivvel wie der Mutiny in der Bar.

 

 

Envy 2012



 

Da ich hauptsächlich den Nirvana/Hifi fliege, bin ich natürlich einen sehr direkten Kite gewohnt, hier aber trotzdem ein kleines Review:

 

Die Envys 2011 und 2012 unterscheiden sich nicht grundlegend. Wurden nur in Details verändert. Was den Schirm selbst betrifft, ist er unverändert ausgestattet. Das Design 2012 finde ich sehr gelungen und vor allem auch sehr Detailverliebt.

 

Ich finde den 2012er etwas besser gelungen. Er fühlt sich einfach „runder“ an. Auch Aushaken geht mit dem 2012er besser finde ich. Vorausgesetzt man hat die Backline an der Inneren Möglichkeit an der Fronttube angeknüpft. Trotzdem ist er hier dem Nirvana grundlegend unterlegen. Man muss isch ausgehakt beim Envy ans Timing gewöhnen. Der Druck kommt ungewohnt verzögert und nicht so heftig wenn man von einem C Kite kommt. Die Leinenspannung lässt zur Landung etwas nach was die Landung vereinfacht. Aber längst nicht so wie beim Nirvana.

Lift setzt soft aber gut ein, Hangtime ist mehr als ausreichend. Das Lowend ist sehr gut. Auf Wave angeknüpft ist der Envy sehr wendig und leicht an der Bar, super für die Welle finde ich.

Relaunch ist Deltatypisch sehr einfach und gut. Auf die Safetyleine würde ich einen Stopper montieren, um zu verhindern, daß nach Auslösung die Bar bis zum Kite rutscht. Stopper findest Du in meinem Shop.
Toller Allrounder und Anfängerschirm, der einen lange begleitet.

 

Mehr zu dem Envy, wenn ich ihn mehr geflogen bin. Wie gesagt, ich zeihe meist den Nirvana aus dem Bag.

 

CPR Bar 2012

Die Bar hat sich zu 2011 kaum verändert. Die EVA Floater sind nun mit dem Holm vergossen und der Holm selbst hat eine griffigere, asymmetrische Form bekommen. Der Grip ist weicher und dünner als 2011, jedoch sehr haltbar, nicht so wie in 2010. Die Baröse wurde neu gestaltet. Ich habe meine Bar mit einem Mutiny Swivvel ausgerüstet und habe nun ein voll ausdrehendes und sehr aufgeräumtes System.

Boards:

Ich habe in meinem Pool folgende Boards:

DLX 142, FLX 134 und 142, Influence 135 und 137, Contact 137, Twinskim, Fish 5.3. (Mein Nova 139 kommt nächste Woche, mehr dann dazu wennich es gefahren bin)


 

Liquid Force 2012 Infleunce LFX


 

Mein bisheriges Lieblingsboard. Das Design ist absolut gelungen. Das LFX ist das einzige Board mit Grindbase. Es geht durch die starke Aufbiegung sehr spät los, Flex ist mittel. Fühlt sich aber eine Nummer kleiner an.

Das 134er ist für mich eine Starkwindschnitte, das 142er das Board mit 100Kg für jedentag. All in One wäre das 138er.

Satter Pop und geht durch Kabbel wie durch Butter im Vergleich zum DLX. Man fühlt sich gleich sehr wohl auf dem Brett. Es braucht kaum Impuls um es in Drift zu bekommen oder zu switchen. Das 142er kommt mit 2“ Finnen und kann man dazu noch mit kleineren Finnen tunen. Die anderen haben bereits kleine Finnen mit 1,5“ Montiert. Für mich ist das LFX die Referenz an Board. Leider geht es im Vergleich zu anderen recht spät los was ich als einzigen Kritikpunkt finde.

Das 142er fahre ich nun mit Boots. Für mich die bessere Alternative zum DLX bei unruhigem Wasser und Böigem Wind. Auch mit Boots finde ich es einfach “runder” als das DLX.

 

 

 

Liquid Force 2012 Influence

Finde ich an den Fahreigenschaften  sehr nahe am LFX, etwas härter im Flex. Das Influence ist aber etwas mehr in Richtung Freerider. Lange für mich die Referenz an Board bis ich das 2012er LFX hatte.

 

Liquid Force 2012 Contact

Für mich die Überraschung 2012. Ich hatte mich eigentlich schon für das LFX entscheiden bis ich das Contact in 137 fuhr. Für mich die bessere Alternative mit dem Nirvana bei 100Kg bei schwierigem Wind durch die flachere Bodenkurve. 2011 ging das bei meinem Gewicht mit dem Hifi und Influence noch sehr gut. Hifi ging früh los, Influ spät. Hat sich ausgeglichen. Nun der Nirvana geht rel. Spät los und das LFX auch, was bei löchrigem Wind dazu führt, daß man nicht so recht los kommt.

Das ist mit dem Contact anders. Es gleitet besser durch und läuft somit leichter Höhe als das LFX. Das 137er geht ungefähr gleich früh los wie das 142er LFX, vielleciht nur einen kleinen Tacken später, gleitet aber deutlich besser in Löchern durch.

Ich finde es die beste Allrounderlösung im Programm. Wer Oldschool springt und sich auch Aushakt ist mit dem Board gut bedient. Ausgeliefert wird das 137er mit 2“ Finnen, was ich recht groß finde. Ich habe meines mit 1,5“ Finnen getuned. Damit braucht es weniger Überzeugungskraft in Switch oder Drift. Gute Mittellösung ist Backside die 2“ und Toeside die 1,5“ Finne zu montieren. Das Selbe gilt für das große LFX und Influence.

Kantengriff ist sehr gut, es beißt sich mit den Großen Finnen fast im Wasser fest. Kante verlieren ist eigentlich nur bei Überdruck möglich. ;-) Es Carvt sich recht gut da es mehr Führung hat als das LFX und Influence.

 

 

 

 

Liquid Force 2012 DLX

Eine absolute Wakeschnitte, kaum Flex, stark progressiv aufgebogen. Braucht Laborbedingungen: Glattes Wasser, Schön Druck im Schirm und Boots. Mit Pads nicht schön zu fahren finde ich. Aber wenn man diese Bedingungen hat, geht das Teil sowas von ab! Satter Pop, Landungen werden einfach zurechtgerutscht durch die Minifinnen und Channels. Kantengriff ist auch dadurch sehr gut, man kann es easy auch ohne Finnen fahren.

 

Liquid Force 2012 Nova

Review kommt, wenn ich es mehr gefahren habe.

 

Twinskim:

 

Ein Spielzeug für wenig Wind. Es ist eine Mischung aus Wakeskate und Skimboard.  Der obere Belag ist über das komplette Board aus frofiliertem EVA Grip. Kann in beider Richtungen gefahren werden. Strapless ist halt eine ganz andere Herausforderung für jemanden, der es satt hat, nur mit Twintips unterwegs zu sein. Gerade im Sommer wenn man den ganzen Tag am Strand ist, eine schöne Abwechslung.

Üben sollte man damit im glatten und Flachen Wasser. Das Aufspringen will geübt werden da es ohne Finnen sehr rutschig ist. Wenn man mal drauf steht und ins Fahren kommt, ist man auf jeden Fall der, der am meisten Höhe zieht. Gerade für Leichte Fahrer eine super Leichtwindergänzung. Kollege ist mit seinem 13er Hifi und dem Twinskim der erst am Fahren und Höhe ziehen bei einem Hauch Wind, wo der 13er gerade so am Himmel bleibt. Bei Welle und Kabbel schwieriger zu fahren. Wer geübter ist, kann sich natürlich Ollies, Kick Flips usw. probieren.

 

 


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